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ZENTRUM FÜR SCHLAFMEDIZIN

SCHLAFLABOR FLUNTERN

Das Zentrum für Schlafmedizin Fluntern ist voll akkreditiert und die Leiter (Dres. A. Ben-Shmuel und M. Gross) sind im Besitz des Fähigkeitsausweises für Schlafmedizin. Entsprechend werden die Kosten für Untersuchungen und Behandlungen von allen Kassen und Versicherungen übernommen.

 

Wer kommt ins Schlaflabor und wie läuft die Untersuchung im Schlaflabor ab?

 

Im Schlaflabor werden sowohl Einschlaf-, Durchschlaf- resp. Aufwachstörungen (sog. Insomnien) als auch solche, die trotz subjektiv „genügendem“ Nachtschlaf, am Tag müde sind, untersucht.


Störungen im Umfeld der Insomnien werden im Gespräch der Schlafsprechstunde (Dr. N. Kaiser und R. Willi) untersucht und meist auch behandelt.


Nach Erhebung der Anamnese (bzw. Besprechung der Problematik) stehen folgende ambulante Parameter zur Verfügung:
. nächtliche Oxymetrie
. nächtliche Polygraphie
. Aktigraphie mit gleichzeitiger Führung eines Schlafprotokolls
. Vigilanztests: MSLT / MWT zur Objektivierung der Müdigkeit bzw. Schläfrigkeit.

 

Wer dagegen an übermässiger Tagesmüdigkeit resp. Tagesschläfrigkeit leidet (sog. Hypersomnie), die anhand der oben erwähnten Untersuchungen nicht erklärt sind, wird in den meisten Fällen zu einer Nachtableitung ins Labor kommen; ev. gefolgt am nächsten Tag von einem Vigilanztest. Die Untersuchung beginnt um 21.00 Uhr mit dem Bezug eines Einzelzimmers für die Nacht. Sobald die Elektroden geklebt sind und die Patienten sich müde fühlen, kann die Schlafstudie beginnen: die Patienten legen sich mit den sozusagen unspürbaren Elektroden ins Bett und schlafen ganz normal. Laborassistenten überwachen die Schlafaufzeichnung während der ganzen Nacht. Nach durchschlafener Nacht werden die Patienten um 06.00 Uhr geweckt und die Elektroden werden mit warmem Wasser abgenommen. Danach können die Patienten duschen und nach dem Frühstück nachhause oder zur Arbeit gehen. Diejenigen Patienten bei denen ein Vigilanztest durchgeführt wird, bleiben bis ca. 17.00 Uhr im Schlaflabor.

 

Anmeldeformalitäten:
In der Regel werden die Patienten vom Arzt (oder Psychotherapeuten) zugewiesen. Wenn keine Überweisung vorliegt, kann sich der Patient auch direkt bei uns melden. Drücken Sie HIER um mit uns Kontakt aufzunehmen

Aktimetrie


Bei der Aktimetrie wird das Bewegungsmuster eines Patienten während der Nacht und des Tages aufgezeichnet. Die Bewegungsaktivität wird durch ein Aktimeter (ein armbanduhrähnliches Gerät), getragen am nicht-dominanten Handgelenk, für einen bestimmten Zeitraum kontinuierlich gemessen. Gespeichert wurde die Anzahl der Bewegungsimpulse in 60-Sek.-Abschnitten. Die Bewegungsdaten wurden durch einen Algorithmus in Tagesabschnitte mit höherer und Nachtabschnitte mit geringer Aktivität unterteilt.

 

Einsatzmöglichkeiten: Insomnie, erhöhte Tagesschläfrigkeit z.B. bei Narkolepsie, Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus etc.

Schlaftagebuch


Begleitend zu den technischen Untersuchungen und zur Eigenkontrolle Ihres Schlaf- Wachrhythmus bitten wir Sie, ein Schlaftagebuch zu führen.

 

Über mindestens ein bis zwei Wochen sollen Sie darin jeden Morgen notieren, wann Sie am Abend zuvor zu Bett gegangen sind, wie schnell Sie eingeschlafen sind, wie lange Sie geschlafen haben und einige andere wichtige Details Ihres Schlafes.

 

Am Abend notieren Sie in ähnlicher Form Einzelheiten zu Ihrem Tagesablauf und evtl. Müdigkeitsproblemen.

 

Damit das Führen dieses Tagebuches für Sie nicht zu aufwendig wird, geben wir Ihnen bereits ausformulierte Vordrucke mit, auf denen Sie die zutreffenden Antworten nur noch mit einer Zahl vermerken müssen.

Nächtliche Oxymetrie


Oft auch Oximetrie geschrieben, ist die Bezeichnung für die Messung des Sauerstoffgehaltes.


Zur Diagnose der Schlafapnoe wird als Goldstandard die Polysomnographie durchgeführt. Als Screeningmethode ist dieses aufwändige und teure Verfahren jedoch nicht geeignet. Die nächtliche Pulsoximetrie stellt im Vergleich dazu eine wesentlich praktikablere Methode dar und wird als solche auch zunehmend propagiert. Dabei werden verschiedene quantitative Indizes zum Nachweis einer Schlafapnoe herangezogen, um eine Verdachtsdiagnose zu erheben, die dann aber im Schlaflabor evaluiert werden muss.

Der Mehrfach-Wachbleibe-Test (MWT)


Zusätzlich zu den eingesetzten Verfahren "Polysomnographie" und "Multipler-Schlaf-Latenz-Test" gibt es noch einen weiteren Test, den so genannten Wachbleibe-Test, der auch als Mehrfach-Wachbleibe-Test bezeichnet wird (englisch: Maintenance of Wakefulness Test = MWT). Hierbei wird mit derselben Technik wie beim MSLT gemessen, ob es dem Patienten gelingt, unter erschwerten Bedingungen, wie fehlender Ablenkung, wach zu bleiben. Die Zeitpunkte sind z.B. 8, 10, 12, 14 und 16 Uhr. Wie im MSLT dürfen die Patienten zwischen den Ableitungen nicht schlafen, eine halbe Stunde vorher nicht rauchen oder Kaffee trinken.


Der Patient sitzt in einem abgedunkelten Raum, ungefähr eine halbe Stunde, in einem bequemen Sessel oder Bett. Ebenso wie bei den anderen Tests wird er an Elektroden und Sensoren angeschlossen. Gelingt es dem Patienten nicht, wach zu bleiben, wird es ihm in vergleichbar eintönigen Situationen sicherlich nicht anders ergehen. Daraus kann der Arzt schließen, dass eine vermehrte Tagesmüdigkeit vorliegt, die z.B. ein Hinweis auf eine Narkolepsie-Erkrankung oder auf ein nicht (bzw. nicht optimal) behandeltes Schlaf-Apnoe-Syndrom sein kann. Dieses Verfahren wird bei Fragen zur Fahrtauglichkeit bevorzugt.

Multipler-Schlaf-Latenz-Test (MSLT)

 

Der Multiple Schlaf-Latenz-Test (englisch: Multiple Sleep Latency Test) wird zumeist nach einer Nacht mit Polysomnographie (oder nach vorangehender Aktimetrie) durchgeführt. Um die Tagesschläfrigkeit des Patienten zu messen, soll sich dieser vier oder fünfmal am Tag im Abstand von je zwei Stunden ins Bett legen und versuchen, einzuschlafen.

 

Die Ableitungen finden im Schlaflabor unter Verdunkelung und Geräuschdämmung statt. Dabei wird eine Messung von Gehirnströmen (EEG), Muskelspannung (EMG) und Augenbewegungen (EOG) wie bei der Polysomnographie durchgeführt. Damit wird die Zeit bestimmt, die der Patient braucht, um einzuschlafen und ev. in den sog. „Traumschlaf“ (REM-Phase) zu kommen.